Christrosen (Helleborus)

       

Christ- und Lenzrosen (Helleborus) sind wohl die bekanntesten winterblühenden Stauden. Die wintergrünen Blätter vertragen ohne Schaden zu nehmen Temperaturen von bis zu -15°. Die Gattung Helleborus umfasst 15 Arten, wobei leider in den meisten Gärten nur die weiße Christrose (Helleborus niger) oder vielleicht eine violette Lenzrose (Helleborus orientalis) zu finden ist. Auch hier gibt es viele unterschiedliche Arten und Sorten mit ganz verschiedenen Blütenfarben und -formen.
Es gibt u.a.

grün blühende, Blüten mit Punkten oder ohne, doppelt oder einfach gefüllte, anemonenblütige, es gibt rundliche Schalenblüten oder gezipfelte und immer noch ist es eine Herausforderung gelbe oder fast schwarzblütige Lenzrosen zu züchten.

Haben Sie mehrere Varianten im Garten, ist nur allein die Helleborusblüte ist ein Fest. Selbst in abgeblühtem Zustand sind sie noch attraktiv. Je länger die Pflanzen an ihrem Standort stehen bleiben dürfen, je schöner werden sie. Umpflanzungen, Hacken im Bereich der Pflanze und Staunässe möchen sie nicht. Am liebsten wächst Helleborus am Gehölzrand oder im Halbschatten mit einer bodendeckenden Mulchschicht. Selbst als Heckenunterpflanzung tut sie ihren Dienst.

Für Kompost oder kalkhaltige Mineral-Dünger sind Helleborus dankbar. Christrosen benötigen zudem jährliche Kalkgaben. Vor der Blüte sollte das alte Laub und verwelkte Blütenstiele entfernt werden.

Hin und wieder tritt die sogenannte Schwarzfleckenkrankheit auf, die sich schwer mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen lässt. Hier sollte man alle erkrankten Pflanzenteile entfernen (nicht auf den Kompost werfen!). Wenn allerdings auch die jungen Blätter einen Befall zeigen, sollte die ganze Pflanze entfernt werden, bevor sie gesunde Nachbarpflanzen ansteckt.

Einzelne Pflanzen können bis zu 20 Jahre lang zur Winter- und Frühjahrszeit jährlich emsig blühen - bis zu 20 oder mehr Blüten an einer Staude sind keine Seltenheit!

        von Marita Eichler