Überwinterung von Fuchsien

Wie immer im Herbst steht wieder die Überwinterung der Fuchsien an.

Dazu sei gesagt, dass ich meine ersten Fuchsien in unserem Wintergarten überwinterte. Diese Art von Überwinterung war immer mit Schmutz und Schädlingsbefall verbunden. Auch war der Platzbedarf entsprechend begrenzt.

Meine Nachbarin, ebenfalls wie ich ein begeisterter Fuchsienfan, hat mich dann durch einen Hinweis aus einer Gartenzeitung auf die Idee gebracht, Fuchsien in einer Erdmiete zu überwintern. Zu Beginn noch sehr skeptisch, nahm ich für die neue Art der Überwinterung erst einmal nur die Sorten, von denen ich mehrere Exemplare hatte. Diese wurden dann in meinem bereits vorhandenen Frühbeetkasten eingemietet. Dazu wurden die Pflanzen im Herbst zurück geschnitten, alles Laub entfernt und in Container-Töpfe mit wenig Erde in eine U-Schale gelegt. Abgedeckt habe ich die Fuchsien mit Gehwegplatten (so lagen sie verpackt wie in einem Karton)und darauf ordentlich Laub. Zu guter letzt habe ich Doppelstegplatten auf den Frühbeetkasten gelegt. Und dann hieß es, abwarten was denn dabei wieder rauskommt.

Im darauffolgendem Frühjahr, als ich die Pflanzen aus ihrem „Winterquartier“ wieder herausholte war ich doch freudig überrascht. Die Fuchsien sind über Winter weiter gewachsen. Die langen geilen Triebe entfernte ich, die kurzen habe ich an der Pflanze gelassen. Dazu trieben sie auch aus allen Augen (selbst am alten Holz) sehr gut aus - und dieses im Gegensatz zu den Fuchsien, die ich im Wintergarten über den Winter gebracht hatte.

Seit diesem Versuch überwintere ich immer fast alle meine Fuchsien (und dieses sind über 150 Stück) im Frühbeetkasten. Nur die ganz empfindlichen Sorten dürfen weiterhin im Wohnbereich den Winter überstehen. So habe ich auf wenig Platz viele Pflanzen, die sich weiter gut entwickeln und auch das Thema Schädlingsbefall hat sich damit erledigt.

von Volker Reinsch, Alvern